Arlberg Classic Car Rally
27 - Jun - 2013

Neue Wege erfahren

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UNTER DEM NEUEN RENNLEITER ARMIN SCHWARZ ZEIGT SICH DIE STRECKENFÜHRUNG DER ARLBERC CLASSIC CAR RALLY 2013 PUNKTUELL VERÄNDERT – DIE DOMINANZ DER GRANDIOSEN ALPENNATUR BLEIBT IN VOLLEM UMFANG ERHALTEN.

Wer sich in den erlauchten Kreis der Gewinner von Rally-Weltmeisterschaftsläufen eingetragen hat, dem ist auf jeden Fall das nötige Finger- und Fußspitzengefühl zuzutrauen. Dementsprechend groß die Vorfreude des gesamten Starterfeldes der diesjährigen Arlberg Classic Car Rally über die  anstehenden fahrerischen Herausforderungen, erdacht und geplant vom Rally-Ass und neuen Rennleiter Armin Schwarz. Auch wenn der 50-jährige Profi weiß, dass er eine kleinere Quadratur des Kreises schaffen sollte: „Es galt den Spagat zu finden zwischen dem Bewahren der bewährten  Qualitäten der Streckenführung und dem klaren Einfluss von neuen Impulsen. Also nicht alles auf einmal verändern, aber gleichzeitig Neues, Interessantes hinzuzufügen“, umreißt Armin Schwarz die Ausgangslage seiner Premieren- Streckenführung. Doch der erfahrene Rennfahrer kann dabei nicht  nur auf seine Qualitäten hinter dem Volant zurückgreifen, auch durfte er in den letzten Jahren als Pilot des Vorausfahrzeuges die Alpenstraßen rund um Lech Zürs mit all ihren Besonder- und Eigenheiten kennenlernen. Auf geht es zur fahrerischen Herausforderung im Zuge der Arlberg Classic Car  Rally 2013.

Arlberg Classic Car Rally

Nach drei erfolgreichen Auflagen kann der Start der Arlberg Classic Car Rally durchaus schon als traditionell bezeichnet werden. Am Donnerstag den 27. Juni gehört der „Lech Canyon“ hinauf nach Warth wieder einzig und allein den 118 historischen Hauptdarstellern: „Dieser Start ist ein ums andere  Mal ein wahrer Genuss. Eine wunderbare Strecke, ganz für die Teilnehmer und deren Fahrzeuge reserviert und heuer natürlich auch mit einigen neuen, ungewohnten Prüfungen gespickt“, freut sich Armin Schwarz mit einem durchaus kleineren Schmunzeln über die erste Herausforderung für Mensch  und Maschine. Ein Schmunzeln, welches der Rennleiter vor allem dank der geplanten Überraschungen aufsetzt: „Natürlich haben wir uns als neues Rennleiterteam auch neue Prüfungen an neuen Stellen ausgedacht – damit auch die treuen Teilnehmer der Arlberg Classic Car Rally heuer nicht nur  auf ihren Erfahrungsschatz der letzten Jahre zählen können.“

Arlberg Classic Car Rally

Gibt es somit am Prolog neue Herausforderungen, ist die Streckenführung zu Beginn der heurigen Arlberg Classic Car Rally unverändert. Ein Umstand, der nicht nur durch die gegebene Infrastruktur bedingt ist, sondern auch durch die Imposanz der zur Verfügung stehenden Straßen. Genauso wie am Beginn der „Tiroler Runde“ am Freitag. Hier wird in gewohnter Streckenführung von Lech Zürs ins Lechtal hinabgefahren, um anschließend mit dem Hahntennjoch eine der herausfordernsten Passstraßen der Alpen anzugehen: „Hier braucht man nicht mit aller Gewalt versuchen, etwas Neues zu  finden. Diese Straße ist einzigartig. Landschaftlich ein Traum und fahrerisch eine grandiose Herausforderung“, freut sich Armin Schwarz über die traditionelle, erste große Herausforderung für die Botschafter vergangener Automobiltage. Und nachdem in seiner Brust noch immer ein aktiver Rallypilot  wohnt, gibt es zugleich einen gut gemeinten Rat für alle hinter den historischen Volants: „Das Hahntennjoch ist zu Beginn gleich die perfekte Umgebung, um seinen Fahrstil an die Gegebenheiten in den Alpen rund um Lech Zürs anzupassen. Wichtig ist hierbei, bergauf wie bergab, ein möglichst  runder Fahrstil. Die Geschwindigkeit der Automobile sollte genutzt werden, der beste Fahrstil ist hierbei ein schön runder, gleichmäßiger. Übertreibt man es ein wenig, dann leidet bergauf der Motor und droht zu überhitzen, bergab bringt man bei zu forscher Fahrweise die Bremsen in Bedrängnis“, rät  Schwarz und schlägt somit zügiges Gleiten als Taktik vor. Immerhin gilt es, nach dem Hahntennjoch noch einige Kilometer an Strecke abzuspulen.

Arlberg Classic Car Rally: Strecke Freitag

Nach dem ersten großen und wohlbekannten Abschnitt der Arlberg Classic Car Rally geht der historische Tross nach Imst auf neue Pfade. Heuer wartet mit dem Abstecher ins Pitztal und der anschließenden Querfahrt hinüber ins Ötztal ein neuer Abschnitt, der für Armin Schwarz mit zwei Besonderheiten die Sinne der Teilnehmer erfreuen wird: „Zum einen eröffnet sich bei der Einfahrt ins Pitztal ein überwältigender Einblick in die Innschluchten. Eine wirklich neue Perspektive auf den hier noch wilden Alpenfluss. Zum anderen wartet auf die Teilnehmer zwischen dem Pitz- und Ötztal eine Landstraße, die mit ihren flüssigen Kurvenkombinationen an die Bergstraßen in Korsika erinnert. Ich denke, hier wird der Genuss der Fahrt in den OIdtimern wirklich genossen werden können.“ Nach dem Abstecher auf neue Wege trifft das Teilnehmerfeld hinauf zum Mieminger Plateau wieder auf  gewohnte Pfade. Über die sanften Kurven des Hochplateaus bis hin zum stets fordernden Fernpass wird die Alpentransitroute mit ebenso traditionsreichen Automobilen angegangen, um mittags in Lermoos zum gewohnten Mittagsstopp am Fuße der Zugspitze einzuparken. Wobei kulinarische  Freuden und der optimale Blick auf Deutschlands höchsten Berg nicht die einzigen erfreulichen Begleiterscheinungen des Stopps in Lermoos sind – hier taucht der Tross der Arlberg Classic Car Rally erstmals wirklich in die Schar von begeisterten Zusehern ein. Wobei dies für den neuen Rennleiter  der noch immer jungen Veranstaltung mehr stellvertretend für die Begeisterung rund um alle Streckenabschnitte ist: „Wir sehen von Jahr zu Jahr mehr Zuseher an der Strecke und in den Orten. Auch die umfassende Hilfe und Mitarbeit der besuchten Regionen und Ortschaften ist ein Ausdruck dafür,  dass die Arlberg Classic Car Rally hier wirklich willkommen ist.“ Mit gefülltem Magen und ausgeruhten Fahrzeugen geht es nachmittags über den stets hocherfreulichen Abstecher nach Hinterhornbach über die flüssige Landstraße des Lechtals wieder hinauf. Lech Zürs ruft zum Abendessen.

Arlberg Classic Car Rally: StreckeSamstag

Alle treuen Teilnehmer der Arlberg Classic Car Rally seien für die Startaufstellung am Samstag kurz gewarnt, heuer geht es in die andere Richtung. „Nachdem wir in den letzten Jahren immer ein wenig mit den Almauftrieben zu kämpfen hatten, probieren wir es heuer bei unserer Vorarlberg-Runde in  entgegengesetzter Richtung“, erläutert Armin Schwarz die größte Änderung der diesjährigen Streckenführung. Über die Flexengalerie geht es heuer hinab nach Stuben und eröffnet so nicht nur neue Fahreindrücke, sondern auch einen neuen, anderen Blick auf die Bergkulisse hinaus Richtung  Rheintal. Abseits der großen Verkehrswege führt die Strecke über Bludenz und Thüringen hin zum Faschinajoch, welches wegen seiner breiteren Straßen und weniger Zweiradmitstreitern in die Ehre des Besuches der historischen Fahrzeuge kommt. Über Reuthe wird anschließend die 175 Jahre alte  Mohrenbrauerei für den Mittagsstopp angefahren, um anschließend gestärkt Richtung Bodensee aufzubrechen.

Arlberg Classic Car Rally

Die Strecke nach Bregenz, garniert mit einem wunderbaren Blick auf den Bodensee, wird die Fahrfreudigen – so hoffen wir – von einem kleinen Mittagsnickerchen abhalten. Hier wartet wieder eine sehr flüssige, mit Kurven gespickte Landstraße“, gibt Armin Schwarz einen kleinen Einblick in seine Motivation bei der Streckenführung – heuer sollte sich niemand in Sicherheit wiegen, die nächste Sonderprüfung kann schon nach der nächsten Kurve warten. Weil, „das sportliche Kräftemessen sollte und wird heuer bis zum letzten Kilometer hin spannend bleiben.“

Arlberg Classic Car Rally

Leider nähert sich die schönste Streckenführung irgendwann dem Ende und so kommt die imposante Kolonne der 118 Oldtimer über den Bregenzerwald der Zielflagge Kilometer für Kilometer näher. Doch die Arlberg Classic Car Rally wäre nicht die Arlberg Classic Car Rally, wenn nicht auch heuer zum Abschluss noch ein, zwei Schätze geboten werden würden. Hier auf der Seite der Naturkulisse und Alpenstraßentradition der Hochtannbergpass als letzter Spielplatz für die historischen Fahrzeuge. Dort die Zieleinfahrt hinab nach Lech, wo wie jedes Jahr die Rundfahrt mit den unvergleichlichen Oldtimern in ebensolcher Art und Weise gemeinsam gefeiert wird. „Ich bin gespannt, wer sich heuer in die Siegerliste der Arlberg Classic Car Rally eintragen wird können und wünsche allen Teilnehmern, Helfern und Zusehern eine möglichst problemfreie und vor allem genussvolle Ausfahrt rund um  den Arlberg“, lässt Armin Schwarz durchaus schon mehr als nur ein wenig Vorfreude erkennen.

Die Rennleitung

Arlberg Classic Car Rally: Armin Schwarz

In den letzten Jahren noch souveräner Pilot des Vorausfahrzeuges der Arlberg Classic Car Rally, darf der deutsche Rally-Profi Armin Schwarz heuer die Ausfahrten im Zuge der Arlberg Classic Car Rally bestimmen. Dabei setzt der 50-Jährige auf eine ausgewogene Mischung an wohlbekannten und bewährten Qualitäten und neuen Herausforderungen und Streckenabschnitten. Wichtig für ihn: Jeder Teilnehmer, jedes Fahrzeug und jeder Zuseher sollte seinen eigenen Genuss finden.

Rückblick Arlberg Classic Car Rally 2012

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